3.8 Deine Mitarbeiter sind auch deine Kunden

3.8 Deine Mitarbeiter sind auch deine Kunden

Weißt du wer deine wichtigsten Kunden sind? Die mit dem meisten Umsatz? Falsch, denn es sind deine Mitarbeitenden. Warum dem so ist, und was es dir bringt, erzähle ich dir in dieser Folge. So viel sei schon mal verraten: from the roots to the fruits!

Folgende Geschichte verdeutlicht nochmals die Probleme, die entstehen, wenn das Unternehmen von außen nach innen funktioniert und somit automatisch eine Trennung von Mitarbeitern und Kunden zur Folge hat. Beziehungsweise wenn die Kunden erste Klasse fahren und die Mitarbeitern nur Holzklasse.

Ein ehemaliger Geschäftspartner, nennen wir ihn an dieser Stelle Herrn Rauch, wollte im Dezember als Weihnachtsgeschenk Lebkuchen an die wichtigsten Kunden verschicken. Er kam mit der Idee auf mich zu und wollte meine Meinung dazu wissen. Ich fand die Idee gut, nicht sehr gut, aber in Ordnung, wenn Folgendes gemacht wird: Alle Mitarbeiter erhalten von uns Geschäftsleitern vorab einen Lebkuchen, persönlich. Dann lassen wir alle zusammen kommen und informieren darüber, dass diese Lebkuchen auch an die Kunden verschickt werden. Herr Rauch schaute mich verdutzt an und meinte, dass ich ihn nicht richtig verstanden hätte. Es gehe um die Kunden, nicht um unsere Mitarbeiter. Ich gab zu verstehen, dass ich dies schon wisse, aber der Überzeugung sei, dass man die Mitarbeiter wie Kunden behandeln solle, weil diese dann ja unsere Kunden begeistern werden. Herr Rauch meinte jedoch, dass die Kunden wichtiger seien und die Lebkuchen schon genug Geld kosten würden. Zudem erhielten die Mitarbeiter jeden Monat Lohn, damit sie das tun, was von ihnen verlangt wird. Nun wechselte ich das Thema und Herr Rauch zog sein Ding durch. Gesagt getan, einen Monat später waren die Lebkuchen verschickt und die ersten Kunden bedankten sich für die feine Überraschung. Der Dank ging natürlich an die Mitarbeiter, die mit den Kunden beispielsweise telefonisch in Kontakt traten. Nun stellen sie sich Frau Müller vor. Und wie verdutzt diese Mitarbeiterin von Herrn Rauch wohl sein muss, wenn ein Kunde wegen eines Projekts anruft, sich bei der Gelegenheit bei Frau Müller bedankt, sie aber keine Ahnung hat, um was für Lebkuchen es sich handelt. Es gab natürlich schnell einen internen Tumult. Und nach wenigen Stunden wussten alle, dass Herr Rauch wohl Lebkuchen verschickt hatte. Das Dumme an einer solchen Situation ist, dass sich die Mitarbeiter selbst um des Rätsels Lösung der Kundengeschenke bemühen mussten. Dass ein Unternehmer mit solchen Aktionen das Vertrauen seiner Mitarbeiter verspielt, liegt auf der Hand.

Weiter geht’s im Audio-Podcast!

Kapitel 3 – Wachstumsphase | 3.8 Deine Mitarbeiter sind auch deine Kunden


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Über den Autor

Bruno Aregger

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