5.2 Vom toten Ross steigen, um unternehmerisch aufzusteigen 


5.2 Vom toten Ross steigen, um unternehmerisch aufzusteigen 


Viele Unternehmer reiten tote Rosse, ich hoffe du nicht! In dieser Folge findest du es heraus, und noch viel besser: Du wirst in Zukunft nicht in die Versuchung kommen, ein totes Ross zu reiten. Sondern unternehmerisch aufsteigen!

Ein Indianersprichwort sagt: „Höre auf ein totes Ross zu reiten“. Meist sind es gerade Erfinder und Tüftler, welche so fest von ihrer Idee überzeugt sind, dass sie alle Kundengruppen ausblenden. Dabei kann die Idee genial sein, aber sie sind zwei Jahre zu früh dran. Oder die Idee ist gut, aber falsch verpackt, nämlich mit unwichtigen Nutzenversprechen. Oder man geht von einer falschen Annahme aus und spricht die falschen Ansprechgruppen an. Oft habe ich auch erlebt, dass die Idee gut ist, diese aber bei möglichen Kunden innerbetrieblich Angst schürt und Konkurrenzdenken auslöst (beispielsweise bangt der Produktionsleiter um seinen Job). Ein totes Ross reiten heißt Energie und somit auch unnötig Geld verlieren. Nun wollen wir gemeinsam Wege beleuchten, wie man den Tod eines Rosses feststellt, aber auch wie man es am Leben erhält. Unser Fokus soll dabei auf das Unternehmen als Ganzes gelegt werden.

Rückwirkend muss ich feststellen, dass auch ich zu lange auf dem toten Ross ritt. So habe ich als Partner einer Kommunikationsagentur viele Pitches (Ausschreibungen) mitgemacht und bei für mich moralischen Projekten fast nie den Auftrag gewonnen. Dabei ging es meist um medizinische oder pharmazeutische Produkte, die eigentlich schon tot waren, bevor sie geboren wurden. Denn mein Auftrag war es beispielsweise, ein neuartiges Medikament so positiv darzustellen, dass es Ärzte ihren Patienten verschreiben. Ich will damit nicht sagen, dass es keine Medikamente braucht. Es geht mir darum, ehrlich zu sein und zu hinterfragen, ob es wirklich nachhaltig ist was wir tun und das in einem ethisch moralischen Kontext zu überprüfen. Bei mir war die Grenze überschritten, als es um ein Ritalin für Erwachsene ging. Das konnte doch keine Lösung sein, wenn man nun etwas verkauft, um all die Ritalinsüchtigen zu befriedigen, die bereits in der Kindheit süchtig gemacht wurden. Als Folgeprodukt sicher finanziell interessant, aber nicht fertig gedacht. Auch das kann ein totes Ross sein, wobei der moralische Rahmen von jedem Menschen selbst abgesteckt werden muss.

Das klassische tote Ross hingegen findet sich oft in der Gastronomie. Als Wirt verkauft man alle möglichen Gerichte in der Hoffnung, dass für jeden etwas dabei ist. Da der Kunde immer mündiger wird, fragt der sich beim Betrachten der Speisekarte (vom Thai Curry über Pizza bis zu lokalen Spezialitäten): Wo und wie nur all die Speisen gelagert sind. Oder wer da wohl wie einkauft? Und welcher Teufelskerl da in der Küche steht und all das kochen kann. Wobei kochen wohl zu hoch gegriffen ist, eine viel bessere Bezeichnung wäre: Raus aus den Beuteln und warm machen. Solche toten Restaurants, bzw. Rosse haben ganz einfach keine Daseinsberechtigung.

Kapitel – Neuerfindung | 5.2 Vom toten Ross steigen, um unternehmerisch aufzusteigen

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Bruno Aregger

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