5.3 Ausstieg mit klarem Ende statt unendliche Geschichte

5.3 Ausstieg mit klarem Ende statt unendliche Geschichte

In dieser Folge geht’s um das Wichtigste in deinem Unternehmenleben: Deiner Nachfolgeregelung. Auch wenn es noch 20 Jahre dauert, solltest du schon jetzt die richtigen Weichen legen. Welche das sind? Höre rein und setze um.

Immer wieder lesen wir von gescheiterten Unternehmensnachfolgeregelungen. Als scheinbare Gründe müssen Erklärungen herhalten, die so eigentlich falsch sind. Diese lauten dann jeweils: Probleme mit der Kultur oder verschiedene Auffassungen über die Strategie. Doch meiner Erfahrung nach sind es fast immer emotionale Gründe, die über eine erfolgreiche Nachfolgeregelung entscheiden. Der genannte Grund mit der Kultur kommt dabei noch am nächsten. Wer wie ich (ich durfte das schon zweimal erleben) schon einmal in einem solchen Prozess stand, weiß wie unangenehm das ist. Und zwar für beide Seiten, für den Verkäufer genauso wie für den Käufer. Neben der hohen finanziellen Belastung ist der seelische Schmerz mindestens genau so groß. Das müsste nicht sein, wenn der Verkäufer gut vorbereitet wäre. Und dabei meine ich vor allem auch im Kopf. Dies beginnt schon am ersten Tag der Existenz des Unternehmens, auch wenn er erst in 20 Jahren verkaufen will.

Du solltest also bereits am ersten Tag im neuen Unternehmen den Ausstieg zumindest im Kopf durchspielen. Denn bekanntlich können Menschen schlecht loslassen. Wenn ich mir nun also schon am Tag eins vorstellen kann das Unternehmen mit einem guten Gefühl später zu verschenken, zu verkaufen oder was auch immer, lege ich ein gutes Fundament. Dazu solltest du den Stellenwert deines Unternehmens von Anfang an klar definieren. Du als Unternehmer bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Denn wenn du nicht auf dich Acht gibst, geht es dir nicht gut und du kannst auch nicht für andere sorgen. Dein Unternehmen sollte also kein Monster sein, neben dem du dich klein machst. Dein Unternehmen sollte ein kleiner Punkt sein, der dein Leben bereichert. Daneben gibt es weitere kleine Punkte: Partner/in, Familie, Freunde, Hobbys, etc. All diese kleinen Punkte machen dein Leben lebenswert, weil diese deine Persönlichkeit entwickeln und deinem Leben einen passenden Rahmen geben (dazu gehört auch Geld).

Denn wenn du nun dein Unternehmen am Tag x weitergeben willst, fällt nur ein kleiner Punkt aus deinem Leben heraus. Klar ein wichtiger, aber du hast ja noch andere! Und die machen dich als Persönlichkeit aus. Doch genau das Gegenteil sieht man sehr häufig: Der Unternehmer macht sich als Mensch klein, arbeitet nur für das Unternehmen, pflegt daneben keine anderen Interessen (Ausrede „Zeit“), verliert die letzten Freunde, die Scheidung steht an und wirkliche Hobbys gibt es nicht. Fällt nun auch noch das Unternehmen weg, weil er es schließen muss oder er verkaufen will, passiert folgendes: Er sagt zwar, dass er verkaufen will, doch innerlich weigert er sich vehement. Der Grund hierfür ist einfach, denn wenn seine Firma aus seinem Leben ist, ist sein Leben aus. Kein Inhalt, kein Sinn und keine Form. Das geht natürlich nicht, außer er nimmt sich das Leben. Was wir leider zu oft in der Presse lesen.

Kapitel – Neuerfindung | 5.3 Ausstieg mit klarem Ende statt unendliche Geschichte

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Bruno Aregger

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